Mehr aus Minijobs machen

Agentur für Arbeit und Jobcenter sagen wie`s geht

Extra Tip, 15.02.2020

Das Foto zeigt von links: Susanne Asel (Bildungscoach für den Schwalm-Eder-Kreis), Elena Rein (Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Schwalm-Eder), Katja Heiwig (Job-Café des Starthilfe Ausbildungsverbundes Schwalm-Eder) und Kerstin Wickert-Strippel (Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Korbach). Foto: Privat

Schwalm-Eder. „Machen Sie mehr aus Ihrem Minijob!“ Unter diesem Motto zeigten die Agentur für Arbeit Korbach, das Jobcenter Schwalm-Eder sowie das Job-Café des Starthilfe Ausbildungsverbundes Schwalm-Eder e.V. und die Wirtschaftsförderung des Schwalm-Eder-Kreises in Fritzlar und Homberg Wege und Möglichkeiten auf, das Vorhaben umzusetzen. „450-Euro-Jobs haben etwa für Studierende und Rentner mehr Vor- als Nachteile. Sind sie jedoch die Haupteinnahmequelle, fehlt ein wichtigerTeil der finanziellen Absicherung – schließlich werden keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichtet.

Auf Dauer ausgeübt, kann dies zur Altersarmut beitragen. Mit unseren Vorträgen möchten wir daher ermutigen, mehr aus dem Minijob zu machen – etwa durch die Umwandlung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis“, sagte Kerstin Wickert-Strippel von der Agentur für Arbeit Korbach. Häufig werfe dies in der Praxis jedoch viele Fragen auf. „Wer kümmert sich um meine Kinder, wenn ich mehr arbeite? Wie argumentiere ich bei meinem Arbeitgeber, damit er den Minijob aufstockt?

Eine ungeklärte Kinderbetreuung oder Ratlosigkeit, wie ich den Vorgesetzen überzeugen kann – das hält viele davon ab, mehr aus ihrem Beschäftigungsverhältnis herauszuholen“, weiß Elena Rein vom Jobcenter Schwalm-Eder. Mit diesen Fragen sei man jedoch nicht auf sich allein gestellt: Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es dazu ein Netzwerk aus kostenlosen Beratungs- und Informationsangeboten. „Kunden des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit können sich jederzeit an die jeweiligen Beauftragten für Chancengleichheit – kurz:
BCA – wenden. Sie sind darauf spezialisiert, wenn es etwa darum geht, Lösungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf zu finden“, fügte Rein hinzu.
Wer Qualifizierungen nachholen oder sich beruflich umorientieren möchte, findet in Susanne Asel eine weitere Ansprechpartnerin. „Als Bildungscoach berate ich kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte, wie sie Qualifizierungen oder einen Berufsabschluss nachholen können, welche Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung es gibt und welche Bildungsanbieter diese im Schwalm-Eder-Kreis durchführen“, erklärt die Kreisangestellte.
Oftmals stellen auch die Bewerbungsunterlagen Herausforderungen dar: „Nach wie vor sind diese jedoch für einen guten ersten Eindruck unerlässlich. Wer hier Unterstützung, Tipps oder auch nur einen unvoreingenommenen Bewerbungsunter lagencheck benötigt, ist herzlich in eines unserer Job-Cafés eingeladen. Wir unterstützen mgerne dabei, damit es mit einem Teilzeit- oder Vollzeitjob schon bald klappt“, ergänzt Katja Heiwig, die das Job-Café an den sieben Standorten zwischen Ziegenhain und Gudensberg betreut.