Eine Prüfung auf Probe

Starthilfe-Ausbildungsverbund Schwalm-Eder unterstützt Azubis

VON MAJA YÜCE

Freitag, 14. Februar 2020, Fritzlar-Homberger Allgemeine / Lokales Eine Prüfung auf Probe Starthilfe-Ausbildungsverbund Schwalm-Eder unterstützt Azubis VON MAJA YÜCEStressige Stunden: Die erleben Schüler immer wieder bei Prüfungen. Der Starthilfe-Ausbildungsverbund organisiert eine Prüfungssimulation, damit sich Azubis besser auf ihre Prüfung vorbereiten können. Foto: Holger Hollemann/dpa

Homberg – Feuchte Hände, das Herz rast und die Gedanken wirbeln wie wild umher: Prüfungsangst. Diese besser in den Griff zu bekommen und zudem ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut vorbereitet man tatsächlich auf die nahende Abschlussprüfung ist, das können Auszubildende bei der Prüfungssimulation, die der Starthilfe Ausbildungsverbund am Samstag, 29. Februar, anbietet.

Wenn dann die künftigen Fachkräfte für Logistik und Einzelhandel, die medizinischen Fachangestellten und Elektroniker im Mai ihre theoretischen Abschlussprüfungen absolvieren werden, dann können einige von ihnen etwas gelassener sein. Denn sie haben die Prüfungssituation bereits einmal durchgespielt.Die Prüfungssimulation bietet der Starthilfe-Ausbildungsverbund, der seit 1985 schon jungen Leuten während ihrer beruflichen Ausbildung bei Bedarf zur Seite steht, bietet die Simulation nicht zum ersten Mal an. 22 Mal hat sie seit 1993 bereits stattgefunden – und die Nachfrage steigt. Auch deshalb wissen Udo Amling und Katharina Göke von der Starthilfe, wie wichtig es ist, dass das Starthilfe-Team diesen Aufwand betreibt – es werden nicht nur Prüfer an dem Tag da sein, sondern auch die Toilettenräume nach möglichen Spickzetteln abgesucht.

Und auch im Vorfeld bedeutet die Prüfungssimulation viel Arbeit für die Starthilfe. Doch die lohne sich: Denn bei den meisten der Teilnehmern hätten sich die Ergebnisse bei der echten Prüfung nach der Probe-Prüfung verbessert. „Weil sie dann wissen, in welchen Bereichen sie noch etwas tun müssen bis zum echten Prüfungstag“, so Göke. Schon jetzt haben sich über 60 Auszubildende aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern für die Prüfungssimulation angemeldet, doch es gibt noch die Möglichkeit, sich dafür anzumelden. „Werden es viel mehr Teilnehmer, wechseln wir in ein Ausweichquartier“, sagt Amling. Denn wichtig sei es, so viele junge Leute wie möglich gut auf ihre Abschlussprüfung vorzubereiten. Auch eine Rückmeldung an die Betriebe und Schulen erfolge. „Damit auch sie sehen, wo ihre Auszubildenden stehen und wo man eventuell noch etwas nachhelfen muss“, so Amling. Fast alle der zur Probe-Prüfung angemeldeten Teilnehmer sind auch in den Programmen, die die Starthilfe während der Ausbildung für sie anbietet. Aber auch Externe können an der Simulation teilnehmen gegen die Zahlung von 25 Euro. Die Erfolgsquote der Starthilfe spricht für das Programm: 98 Prozent, so Amling, bestehen die Prüfungen. Das beweise: „Wer Hilfen annimmt, hat es leichter, den Abschluss zu schaffen.“ Auszubildende aus dem Schwalm-Eder-Kreisnehmen an den ausbildungsbegleitenden Hilfen der Starthilfe während ihrer Ausbildung teil.

Für sie gibt es einmal pro Woche zusätzlichen Unterricht an vier Standorten im Kreis. Wenn ein Azubi Probleme hat, können sich Ausbildungsbetrieb sowie Schulen an die Starthilfe wenden. Die Kurse werden von der Arbeitsagentur finanziert.Unterstützt wird die Starthilfe dabei von Lehrkräften – und ist auch auf der Suche nach weiteren Lehrern (auch Lehramtsstudenten, pensionierte Lehrer und Meister aus den verschiedenen Berufen), die bei der Ausbildung helfen.Anmeldung zur Probeprüfung: Starthilfe-Ausbildungsverbund in Homberg (05681/990230), in Melsungen (05661/9257973) und Schwalmstadt (06691/9285352).